Pädagogisches Konzept


Paedagogisches KonzeptPräambel

Grundlage unserer Arbeit ist die Vermittlung eines umfassenden Fachwissens, das die allgemeine Studierfähigkeit sichert und gleichzeitig die Möglichkeit einer erfolgreichen beruflichen Bildung schafft.

Darüber hinaus betrachten wir es als eine sehr wichtige Aufgabe, unseren Schülerinnen und Schülern soziale und personale Kompetenz  zu vermitteln, um sie zu selbständigen, mündigen und verantwortungsbewussten Menschen zu erziehen. Ein von der 5. bis zur 10. Klasse durchgängiges Konzept soll die erwünschte pädagogische Nachhaltigkeit gewährleisten.

Personale Kompetenz

Zur Förderung der personalen Kompetenz soll das Selbstwertgefühl der Schüler gestärkt, die für die Persönlichkeitsentwicklung nötige Selbstakzeptanz entwickelt und ihre emotionalen und kreativen Kräfte entfaltet werden.

Dies soll verstärkt im Bereich des Kernunterrichts am Vormittag, muss aber zu einem Teil auch im Rahmen des Nachmittagsunterrichtes in Form von Wahlunterricht und Neigungsgruppen angestrebt werden. Das Berufspraktikum der 9. Klassen und Kontakte zu Firmen und Institutionen unterstützen die Schüler bei ihrer Zukunftsorientierung.

Soziale Kompetenz

Der Aufbau der sozialen Kompetenz  wird erzielt durch Sozialtraining im Rahmen des Vormittagsunterrichtes in den 5. und 6. Klassen, sowie durch Projekte und Praktika im Rahmen des Kernunterrichtes in den 7. – 10. Klassen. Durch vermehrten Einsatz von Gruppenunterricht im Unterrichtsalltag, durch Entwicklung von Konfliktlösungsstrategien und durch Engagement für schulische Gemeinschaftsaufgaben und außerschulische Projekte werden die Schüler zu verantwortungsbewusstem Handeln in der Gemeinschaft geführt. Neue Erfahrungshorizonte sollen erschlossen werden. Dazu tragen auch Kontakte nach außen, mit anderen Schulen, auch im Ausland und mit sozialen Institutionen bei.

Konkretisierung

im Klassenverband:

 5. Klasse:     LeL-Unterricht, 1-stündig, im Rahmen des Kernunterrichtes

 6. Klasse:     Schullandheimaufenthalt mit ökologischem Schwerpunkt, 1 Woche + Anti-Gewalt-Training Zammgrauft(Herr Zimmermann)

 7. Klasse:     Respekt – Projekt, 1-tägig, Leitung:  Fr. Entjer

 8. Klasse:     SchlüKo-Training, 3-tägig, Leitung: Hr. Pecho

                      Suchtpräventionsprojekt, Leitung: Fr. Entjer, Fr. Kammerer

 9. Klasse:     Berufspraktikum, 1-wöchig,  Leitung: Fr. Seitz

10. Klasse:    Sozialpraktikum, 1-wöchig,  Leitung: Hr. Pecho

Klassenübergreifend:

Streitschlichterprojekt

Zfu - „Zeit für uns“

SOS  „Schüler ohne Sorgen“

Tutorenbetreuung der 5. Klassen

Schüleraustausch

in den Klassen 8 – 10 nach Frankreich, Italien, Irland, USA, China

6. Klasse: Umweltwoche im Schullandheim

Aufgrund der Wahl der zweiten Fremdsprache werden die Klassen beim Wechsel in die 6. Klassenstufe in der Regel neu eingeteilt. Deshalb brechen recht bald nach Schuljahresbeginn die Klassen zum Kennenlernen nach Benediktbeuern auf. Im Mittelpunkt dieses Schullandheimaufenthalts steht neben dem Einfinden in die neue Klassengemeinschaft das bewusste Erfahren von Natur und Umwelt, das von Referenten des dort ansässigen Zentrums für Umwelt und Kultur (ZUK) begleitet wird. Aus verschiedenen Programmbausteinen können die Klassen ihren Weg durch die Natur rund um Benediktbeuern (Bergwald, Hochmoor, Tümpel, Wasserfall, Bach) wählen und für ihre „Umweltwoche“ ein buntes Programm erstellen, durch das die Schüler die Umwelt spielerisch und aktiv kennen lernen und erfahren. Da naturgemäßes Verhalten und nachhaltiger Umgang mit der Umwelt in Selbstlernaufgaben und bei Gruppenspielen vermittelt werden, wird auch die Zusammenarbeit in Kleingruppen trainiert.

Ein weiteres pädagogisch relevantes Themengebiet, das sich aufgrund der Gruppenneubildung in der 6. Jahrgangsstufe anbietet, ist ein Klassentraining zum Thema Gewalt. Ziel dieses Klassentrainings ist die Stärkung des Gemeinschaftsgefühls und des Vertrauens in die Gruppe. Dabei sollen die Schüler Einblick erhalten in gruppendynamische Prozesse, durch die die Schülerinnen und Schüler plötzlich zu Opfern, Tätern oder Beobachter werden und somit für die Fragen von Gewalt und Anti-Gewalt sensibilisiert werden. Hier gilt es, sich als Einzelner und in der Gruppe zu positionieren und Verantwortung für die Gruppe und das Klima in ihr zu übernehmen. Anhand praktischer Übungen lernen die Kinder, problematische Situationen einzuschätzen und sich in ihnen zu behaupten. Das Programm ist in seiner Grundstruktur von Jugendbeamten des Münchner Polizeipräsidiums und dem Kreisjugendring München ausgearbeitet und für unsere schulischen Zwecke adaptiert wurden.

7. Klasse: Das Respekt-Projekt

Das Respekt-Projekt ist ein Produkt des „Arbeitskreis Schulvertrag“, in dem Eltern, SchülerInnen und LehrerInnen versuchen, unseren Schulvertrag mit Leben zu füllen.

Der Aspekt „Respekt“ wird dabei durch eine eintägige Veranstaltung abgedeckt, in der sich die Schülerinnen der 7. Klassen klassenweise vormittags mit Aufgaben, Spielen und Diskussionsrunden zum „Thema „Respekt voreinander“ beschäftigen, mit Fragen wie z.B.  „Was ist Respekt?“, „Wie verhalte ich mich respektvoll als Gesprächspartner?“ oder „Wie sehen Selbst- und Fremdwahrnehmung bei mir aus?“.

Mittags verzehren sie gemeinsam ein von allen bestücktes Buffet und widmen sich nachmittags dem Thema „Respekt gegenüber Sachen“. Hier rechnen sie u. a. aus, wie viel die Möblierung eines Klassenzimmers oder der Mensa kostet, und testen, wie lange sie für die Reinigung eines Klassenzimmers brauchen.

Die Ergebnisse werden auf Schautafeln festgehalten;  am Ende wird ein Vertrag über respektvolles verhalten abgeschlossen und von allen mit Daumenabdruck besiegelt.

Das Projekt fand das erste Mal im Februar/März 2009 statt und wird seitdem jedes Jahr unmittelbar nach dem Skilageraufenthalt erfolgreich durchgeführt.

8. Klasse: Schlüssel zur Kompetenz

In der Jugendbildungsstätte Königsdorf gestalten zwei Referenten das Programm, die Klassenleiter bzw. Fachlehrer nehmen als Beobachter teil, um mit den Ergebnissen im Anschluss an den Aufenthalt weiterarbeiten zu können. Die konkreten Inhalte werden zwischen Klassenleitung und Referenten  im Vorhinein abgestimmt.

Ziele:

Die Schüler und Schülerinnen sollen …

  • in ihrer Persönlichkeitsbildung unterstützt werden.
  • sich ihrer sozialen Stärken und Schwächen bewusst werden.
  • eine verantwortungsvolle Beziehung zu den Klassenkameraden aufbauen.
  • kooperatives Verhalten und Teamfähigkeit in der Klasse trainieren.
  • Feedback geben und empfangen lernen.
  • in Konflikt- und Stresssituationen handeln und Lösungsstrategien entwickeln lernen.
  • eine Stärkung der Klassengemeinschaft erleben.

Methoden:

  • Kooperationsübungen, erlebnispädagogische Problemlösungsaufgaben
  • Kulturpädagogische Methoden
  • Methoden der außerschulischen Jugendbildung
  • Auswertungsgespräche, Reflexionsrunden nach den Übungen
  • Transfergespräch zum Schulalltag
  • Ergebnissicherung und Vereinbarungen für das Miteinander in der Schule

8. Klasse: Suchtprävention (Stiftung Sehnsucht)

„Hinter jeder Sucht steckt eine Sehnsucht.“ Wenn die Suche nach Glück und Zufriedenheit nicht gelingt und das Leben beeinträchtigt statt befreit, wenn Stoffe zu Mitteln werden, die abhängig machen, dann kann Sehn-Sucht in krankhafte Sucht umschlagen. Die Realisierung des Wunsches nach einer selbst verantworteten und zufrieden stellenden Lebensgestaltung verlangt Eigenschaften und Fähigkeiten, deren Erwerb Jugendlichen/Erwachsenen manchmal nicht sofort gelingt. Defizite in diesem Bereich gehören mit zu den Gründen, die Suchtverhalten auslösen können. So soll bei Betroffenen der Konsum von Suchtmitteln zunächst eine angenehme Wirkung erzielen. Mit der Zeit wird das Verhalten zur Gewohnheit und kann unbemerkt in eine körperliche/psychische Abhängigkeit übergehen. Selbst wenn dem Betroffenen bewusst ist, wie das Suchtmittel ihm schadet, kann er diese Verhaltensweise oft nicht einfach einstellen.

Im Rahmen der Suchtprävention an unserer Schule wollen wir im Sinne einer Primärprävention erreichen, dass Jugendliche positive Alternativen zu Sucht fördernden Strategien entwickeln können. Die Stärkung der Persönlichkeit und die Entwicklung sozialer Kompetenzen wie Kommunikationsfähigkeit spielen dabei genauso eine Rolle wie die Fähigkeit zu Durchsetzungsvermögen und zur kritischen Stellungnahme. Ergänzt wird die Suchtprävention durch Informationen über Suchtmittel, wie deren Wirkungsweisen und Gefährdungsbereiche.

Die Suchtprävention an unserer Schule steht auf zwei Säulen:

  1. Der eine Bereich wird im Fachunterricht realisiert. Hier wird jeder Jahrgangsstufe ein lehrplanbezogenes Thema zugeordnet, das durch die Lehrkräfte im Fachunterricht vermittelt wird. Den aufgelisteten Klassenstufen wurden folgende Themen zugeordnet:

    5. Klasse → Ernährung

    6. Klasse → Computer

    7. Klasse → Rauchen

    8. Klasse → Alkohol

    9. Klasse → klassenspezifische aktuelle Themen

    10. Klasse → klassenspezifische aktuelle Themen

  2. Der zweite Bereich wird außerhalb des Fachunterrichtes vermittelt. Hier finden in einzelnen Jahrgansstufen Suchtpräventionsprojekte statt, die von externen Partnern durchgeführt werden. So wurden zum Beispiel die sechsten Klassen in einem Theaterstück über Computersucht aufgeklärt, die achte Jahrgangsstufe wird mit Hilfe der „Stiftung Sehnsucht“ intensiv über die Gefahren von Suchtmitteln informiert und das Thema Alkohol wird in den zehnten Klassen mit Unterstützung des „Suchtmobiles“ behandelt.

9. Klasse: Betriebspraktikum – Einblick in die Berufswelt

In diesem verpflichtenden Praktikum sollen die Schülerinnen und Schüler erste Einblicke in die Arbeitswelt erhalten sowie ihre Fähigkeiten im angestrebten Berufsfeld erproben und durch eine intensive Auseinandersetzung mit ihren praktischen Erfahrungen ihre Berufsvorstellungen finden, vertiefen oder auch korrigieren können.

Wir wollen den Schülern

  • einen Einblick in die Praxis der Arbeitswelt,
  • Impulse für ihre spätere Berufswahl,
  • eine Vorstellung von der Situation der Erwerbstätigen an einzelnen Arbeitsplätzen,
  • die Erkenntnis und Erfahrung der Beziehung von Arbeitsanforderung und Leistungsnotwendigkeit in der außerschulischen Wirklichkeit,
  • das Kennen lernen der Probleme der Berufswahl und die Notwendigkeit einer persönlichen Entscheidung sowie
  • die Anbahnung von Kontakten für Neben- und Ferienjobs

ermöglichen.

Es bietet sich nicht allzu häufig die Möglichkeit einen Betrieb kennen zu lernen. Daher sollten die Schülerinnen und Schüler die Chance für erste Erfahrungen mit der Berufswelt nutzen. Dabei ist es wichtig, den Bewerbungsprozess komplett kennen zu lernen. Die Schülerinnen und Schüler sollen die Möglichkeit bekommen, ihre eigenen Interessen und Fähigkeiten zu erkunden, sich für mögliche Berufsfelder entscheiden und dann eine gezielte Praktikumsplatzwahl treffen. Anschließend wird eine aussagekräftige Bewerbung erstellt. Ziel ist es, dass die Schüler selbstständig in Kontakt mit der Berufswelt bzw. der außerschulischen Welt treten und sich bei Unternehmen Informationen beschaffen, Kontakte knüpfen und Gespräche führen.

Neben dem tatsächlichen Berufswahlprozess können die Schüler direkte Einblicke in die Aufbau- und Ablaufstrukturen von Berufen erhalten.

Die Jugendlichen werden somit befähigt, ihre Ausbildungs-, Studien- und Berufswahl verantwortungsvoll vorzubereiten. Dabei wird ihnen bewusst, dass die Bereitschaft zu lebenslangem Lernen von entscheidender Bedeutung für die Entwicklung ihrer Persönlichkeit und die Gestaltung der Zukunft ist.

Die gewonnenen Erfahrungen werden in der Woche nach dem Betriebspraktikum vertieft, indem die verschiedenen Arbeitswelten aufbereitet und vorgestellt werden. Darüber hinaus können die Schülerinnen und Schüler ein vertiefendes Bewerbungstraining durchlaufen und erhalten Informationen zu den verschiedenen Sozialversicherungen.

10. Klasse: Sozialpraktikum

Durch den Kontakt mit Menschen in anderen Lebenssituationen sollen die sozialen Kompetenzen der Schülerinnen und Schüler gefördert, das eigene Weltbild erweitert und  ihr Selbstbewusstsein gestärkt werden.

Deshalb sollen sie eine Woche lang in einer selbst gewählten sozialen Einrichtung - in räumlicher Nähe zur Schule - ihr Praktikum leisten. Die Einsatzfelder sind in der Kinder- und Jugendhilfe, Altenpflege, Altenarbeit, Behindertenhilfe, Krankenhaus und Krankenpflege, Nachbarschaftshilfe u. a. Die Hospitation im Unterricht der Grundschule ist davon ausgeschlossen.

Das Praktikum ist eine verpflichtende Schulveranstaltung, in diesem Zeitraum findet kein Unterricht statt.

Der Erfahrungsaustausch und die fachlich begleitete Reflexion finden unmittelbar nach der Praktikumswoche in der Schule statt.

Klassenübergreifend: Streitschlichter

Als unparteiische Dritte sind Mediatoren bei Konfliktlösungen behilflich und lassen Streitende eine Lösung für ihren Konflikt erarbeiten. Dabei hören Streitschlichter aktiv zu, helfen den Betroffenen sich über ihre Gefühle und Interessen klar zu werden und diese verständlich zum Ausdruck zu bringen. Das gemeinsame Ziel ist, eine Lösung ohne Verlierer zu finden.

Seit dem Schuljahr 2003/04 übernehmen die Mediatoren sichtbare Verantwortung. Dazu lernen sie in einem ca. zwanzig Stunden dauernden Kurs, der in ihrer Freizeit stattfindet, wie sie ihren Mitschülern bei der Lösung von Streitigkeiten beistehen können.

Die Ausbildung umfasst folgende Inhalte:

  • Was ist Mediation?
  • Aufgaben und Eigenschaften eines Mediators
  • Was ist ein Konflikt?
  • Konfliktanalyse
  • Gefühle erkennen und ausdrücken
  • Aktives Zuhören
  • Spiegeln
  • DU-Botschaften/ ICH-Botschaften
  • Brainstorming
  • Die 5 Phasen der Mediation
  • Schwierige Schlichtungen

Jede Schülerin und jeder Schüler erhält nach Abschluss des Kurses ein Zertifikat.

Erfahrene Streitschlichterinnen beteiligen sich nicht nur an der Ausbildung sondern auch an der Organisation des Einsatzes der Mediatoren.

Den 5. – 7. Klassen werden Streitschlichter zugeordnet, die mit den Klassen Kontakt aufnehmen und ihre Vermittlung bei Streitfällen, ohne Eingreifen der jeweiligen Lehrer, anbieten.

Klassenübergreifend: Zfu – Zeit für uns

Zfu startete an unserer Schule im Schuljahr 2007/08 für die 6. und 7. Klassen. Im folgenden Schuljahr wurden auch die 8. Klassen mit einbezogen. Zfu steht dabei für „Zeit für uns“, d.h. wenn es in der Klasse Bedarf gibt, gewisse Dinge zu diskutieren, wird der Klasse die Gelegenheit gegeben eine Zfu-Stunde zu nutzen. Dabei kann es sich um Streit innerhalb der Klasse handeln, um Disziplinschwierigkeiten, Probleme mit einer Lehrkraft, oder auch die Vorbereitung einer Klassenfeier/Sommerfest o.ä. Die Stunden gibt es nach festgelegtem Plan. Es können maximal zwei dieser Stunden im Monat genutzt werden, die mindestens zwei Schultage vor dem Termin bei der entsprechenden Lehrkraft angemeldet werden müssen.

Die Zfu-Stunden werden von zwei oder drei Schülern der Klasse geleitet, die zu Zfu – Moderatoren ausgebildet wurden. Der Lehrer ist zwar dabei, hält sich aber zurück. Falls das „Problem“ nicht ernsthaft besprochen wird, bricht der Lehrer die Zfu-Stunde ab und hält Unterricht nach Stundenplan.

Die Ausbildung der Zfu-Moderatoren umfasst Hilfestellungen beim Erkennen und Benennen von Problemen, Übungen in Diskussionsleitung und das Erlernen von Präsentationstechniken. Inzwischen können die Zfu-Moderatoren der letzten Jahre schon wertvolle Tipps an die „Neuen“ weitergeben.

Inzwischen hat sich das Projekt gut an unserer Schule etabliert und trägt wesentlich zur Schaffung und Erhaltung einer guten Klassengemeinschaft bei.

Klassenübergreifend: SOS – das Nachhilfeprojekt

Unsere Schule ist mehr als ein Ort, an dem Schüler zwangsweise die Zeit miteinander verbringen müssen, sondern auch eine Gemeinschaft, in der sich Schüler gegenseitig helfen und unterstützen. Daher gibt es seit September 2007 das SOS-Nachhilfeprojekt, bei dem Schüler Schülern helfen: ohne große Hürden, schnell und finanzierbar, d.h. ältere Schüler helfen den Jüngeren in der Lernstoffaufbereitung und bei der Schließung evtl. auftretender Lücken.

Hintergrund der Idee ist es, dass ältere Schüler jüngeren Schülern bei der Schließung von Lernstofflücken oftmals besser helfen können als externe Nachhilfelehrer, da Schüler aus höheren Klassen einerseits als Modell fungieren und andererseits die Probleme, der jüngeren Schüler noch gut kennen und wissen, was ihnen geholfen hat.

Wie funktioniert das?

  • Der Nachhilfe suchende Schüler (i.d.R. 5.-7. Jahrgangsstufe) meldet sich schriftlich mehrere Tage vor der gewünschten Nachhilfestunde mit einem Formblatt an.
  • Der SOS-Koordinator (Schüler bzw. Schülerin der Oberstufe) überprüft mehrmals wöchentlich die Anmeldungen und stellt den Kontakt zum Schüler her. Die Nachhilfelehrer führen dann nach Absprache (i.d.R. ab 13.15 Uhr) die Stunde durch.
  • Bei Bedarf betreut der SOS-Nachhilfelehrer den Schüler über einen gewissen Zeitraum.

Tutoren

Wer sind Tutoren?

Alle Schülerinnen und Schüler der 5. Jahrgangsstufe werden von älteren Schülern, so genannten Tutoren, betreut.  Drei bis fünf Schüler aus der 9. oder 10. Jahrgangsstufe sind dabei für eine 5. Klasse zuständig.

Was machen Tutoren?

Die Tutoren sind dafür da, den Jüngsten der Schulfamilie bei der Eingewöhnung in die neue Umgebung zu helfen. Sie begrüßen die Fünftklässler am ersten Schultag, veranstalten in der Folge Schulhausführungen und treffen sich mit ihren Schützlingen, um deren Klassenzimmer zu dekorieren und zu verschönern.

Tutoren organisieren in Eigenregie Freizeitangebote für die ganze Klasse, etwa Kinobesuche oder Kegeln. Sie tragen auf diese Art dazu bei, dass die Schüler bald zu einer Klassengemeinschaft zusammenfinden. Dadurch unterstützen sie den Klassenleiter in seinen entsprechenden Bemühungen.

Schließlich helfen Tutoren bei der Organisation von Einstands- und Unterstufenfesten. Die klassenübergreifenden Feste sollen den Beteiligten mit Spiel und Tanz nicht nur Spaß machen, sondern auch dazu beitragen, das Gemeinschaftsgefühl innerhalb der Schule zu fördern.

Tutoren sind bei all dem Ansprechpartner, an die sich Fünftklässler jederzeit bei Fragen und kleineren Problemen wenden können.

Wie wird man Tutor?

Schüler der 8. und 9. Jahrgangsstufe können sich – nach einer entsprechenden Ausschreibung durch den Unterstufenbetreuer - für das Amt des Tutors schriftlich bewerben. In Absprache mit den Mitgliedern der SMV, den Klassenleitern und dem Direktorat wählt der Unterstufenbetreuer geeignete Schüler aus. Diese werden in einem zweitägigen Kurs auf ihre Tätigkeit vorbereitet.

Was lernt man als Tutor?

Nicht nur die Fünftklässler profitieren von der Tutorentätigkeit. Auch die Tutoren selbst lernen durch ihr soziales Engagement viel dazu. Sie übernehmen Verantwortung, müssen sich bei den Fünftklässlern Respekt verschaffen, sensibel bei auftretenden Konflikten agieren, Aktionen gut organisieren und mit verschiedenen Mitgliedern der Schulfamilie angemessen kommunizieren.